Thomas schreibt einen Newsletter mit Freude

Ich fühle mich schuldig! Aber bin ich das wirklich?

Hallo,

ein Teil von mir fühlt sich jetzt gerade schuldig.

Schuldig, weil ich spannende Projektanfragen absagen muss.
Weil ich Fortbildungen nicht starte, die mich reizen.
Weil ein Buch in mir wartet, das längst geschrieben sein sollte.

Dieser Teil will alles zu 100 % machen.
Perfekt machen.
Mit Disziplin durchhalten.
Bis zur Erschöpfung, wenn es sein muss.

Vor ein paar Jahren hätte ich gesagt: So bin ich eben.
Doch heute weiß ich: Das bin nicht ich.
Es ist ein innerer Anteil in mir.
Etwas, das aus einer Verletzung heraus geboren wurde.
Etwas, das ich seitdem in meinem Rucksack mit mir herumtrage.

Und vielleicht kennst du das auch.

Diesen inneren Antreiber, der nie zufrieden ist.
Den inneren Kritiker, der dir sagt, es reicht noch nicht.
Oder den Beschützer, der dafür sorgt, dass du bloß keine Schwäche zeigst.

Das Spannende daran:
Keiner dieser Anteile ist schlecht.

Im Gegenteil.
Sie alle haben gute Absichten.
Sie wollen dich schützen.
Vor Ablehnung. Vor Schmerz. Vor Versagen.

Sie sind wie innere Kinder, die irgendwann in eine Rolle gedrängt wurden, die viel zu groß für sie war.
Und in dieser Rolle sind sie stecken geblieben. In einem Alter, in dem die Verletzung passiert ist.

Seitdem tragen sie eine Last, die eigentlich nicht ihre ist.

Richard C. Schwartz, der Begründer der IFS-Methode (Internal Family Systems), hat erforscht, was passiert, wenn wir aufhören, uns mit diesen Anteilen zu verwechseln.

Er beschreibt acht Qualitäten, die unser Selbst ausmachen:
Ruhe, Klarheit, Vertrauen, Neugier, Verbundenheit, Kreativität, Mitgefühl, Mut.

Wenn du diese Qualitäten gerade nicht spürst, ist wahrscheinlich ein innerer Anteil am Ruder. Nicht du.

Und hier wird es richtig interessant:
Allein wenn wir anfangen, mit diesen Anteilen in Kontakt zu treten, ihnen zuzuhören, sie zu würdigen – werden unsere Herausforderungen kleiner.

Mir hilft es zum Beispiel, meinen Perfektionismus-Anteil bewusst wahrzunehmen. Ihm zu danken, dass er mich beschützen will. Und ihn zu fragen: Warum muss alles perfekt sein?

Wie ich mit einem inneren Anteil rede?
Ich stelle ihn mir als äußere Gestalt vor. Nehme ihn gedanklich aus meinem Körper heraus. Und setze ihn vor mich auf einen Stuhl.

Klingt erst mal seltsam, ich weiß.
Hat sich aber in Coaching und Psychotherapie vielfach bewährt.

Was ich dir damit sagen will…

Du musst nicht alles allein mit dir ausmachen.
Fang an, dich mit deinen inneren Anteilen zu beschäftigen.
Nimm dir 15 Minuten am Tag.Hör ihnen zu.
Du wirst erstaunt sein, was sich allein dadurch verändert.

Und wenn du deine Themen in einem professionellen Coachingangehen willst, deine inneren Anteile besser verstehen, alte Muster lösen… Dann melde dich zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch.

Lass es dir gut gehen.

Bis bald, Thomas

Thomas Waaden rund

P.S. Gerade studiere ich das Arbeitsbuch – Das System der Inneren Familie von Richard C. Schwartz*. Absolute Empfehlung, wenn du im Selbstcoaching tiefer einsteigen willst.

Weitere letzte Leaderletter findest du hier.

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