Thomas schreibt einen Newsletter mit Freude

Du arbeitest viel und es bringt nichts.

Hallo,

wie viele Stunden am Tag arbeitest du eigentlich wirklich konzentriert?

Nicht „anwesend”.
Nicht „beschäftigt”.
Sondern geistig klar, wach, fokussiert.

Drei Stunden?
Vier Stunden?

Mehr wird es bei den meisten nicht sein.

Und das ist kein persönliches Versagen. Das ist einfach menschlich.

Interessant ist, genau diese drei bis vier Stunden tauchen immer wieder bei Menschen auf, die außergewöhnliche Kreativität aufbringen.

Sie alle arbeiteten nicht endlos. Sondern intensiv. Und danach wird der Stift oder der Pinsel beiseitegelegt.

Nicht, weil sie faul sind. Sondern weil sie wissen, wann genug genug ist.

Und trotzdem leben wir heute so, als müsste es mehr sein.

Mehr Stunden.
Mehr Fokus.
Mehr Durchziehen.

Vielleicht kennst du diesen inneren Antreiber:

Da geht noch was.
Reiß dich zusammen.
Ein bisschen geht noch.

Doch genau hier kippt Produktivität ins Ungesunde.

Und zwar nicht nur mental sondern auch körperlich.

Denn was kaum jemand bedenkt: Wenn du drei, vier Stunden konzentriert auf den Bildschirm starrst, leiden deine Augen ganz erheblich.

Unser Sehapparat ist evolutionär schlicht nicht dafür gemacht, den Blick so lange auf so kurze Distanz zu fokussieren. Jahrtausendelang haben wir die meiste Zeit in die Weite geschaut. Über Felder, an Horizonte, in den Himmel.

Der Bildschirm 50 Zentimeter vor unserer Nase? Das ist etwas Neues und für unsere Augen Schwerstarbeit.

Die Lösung: Immer wieder mal aus dem Fenster schauen. Den Blick in die Ferne richten. Die Augen bewusst entspannen.

Aber es geht noch weiter. Und auch das hat mit unserer Evolution zu tun.

Wenn du lange auf einen Bildschirm starrst, verengt sich dein Blickfeld. Es ähnelt dem Tunnelblick. Und Tunnelblick bedeutet für unser Nervensystem:

Gefahr.
Bedrohung.
Etwas stimmt nicht.

Selbst wenn du davon bewusst nichts mitbekommst, dein Körper reagiert. Dein Sympathikus springt an, das Stresssystem wird aktiviert. Innerlich wirst du unruhig, angespannt, dünnhäutig. Ohne dass du weißt, warum.

Das Gleiche passiert übrigens, wenn du abends lange aufs Handy schaust und die Zeit dabei vergisst. Du denkst, du entspannst dich. Aber dein Nervensystem sagt etwas anderes.

Und so treiben wir uns über eine Grenze hinaus. Nicht nur mit unserem Geist, sondern auch mit unserem Körper.

Denn das eigentliche Problem ist nicht das System allein. Es ist auch unsere innere Haltung.

Wir haben verlernt, aufzuhören. Wir werden unruhig, wenn wir nicht produktiv sind. Fast schon schuldig, wenn wir nichts leisten.

Und so treiben wir uns über eine Grenze hinaus, hinter der die Qualität sinkt und die Erschöpfung wächst.

Was wäre, wenn du dir selbst erlaubst, nicht mehr als drei bis vier Stunden am Tag wirklich gute mentale Arbeit von dir zu verlangen?

Nicht als Technik. Sondern als innere Entscheidung.

Nicht: 👉🏼 Ich darf erst ruhen, wenn alles erledigt ist.

Sondern: 👉🏼 Ich ruhe, obwohl noch etwas offen ist.

Das ist ungewohnt. Und oft unangenehm.

Denn dann bleiben E-Mails unbeantwortet.
Aufgaben unfertig.
Erwartungen unerfüllt.

Aber genau darin liegt eine wichtige Fähigkeit der Selbstführung: Nicht härter zu werden. Sondern weicher, ohne passiv zu werden.

Vielleicht ist das die Haltung, die uns heute fehlt.

Nicht alles im Griff zu haben.
Nicht fertig zu sein.
Und trotzdem in Ordnung zu sein.

Wenn du spürst, dass du dich oft über deine gesunde Grenze hinaus antreibst, dann geht es nicht um besseres Zeitmanagement.
Sondern um die Erlaubnis, Maß zu halten.

In meinem Coaching geht es genau darum: Wieder spüren lernen, was dir guttut. Und dir erlauben, danach zu handeln.

Wenn sich das richtig anfühlt, freue ich mich auf ein unverbindliches Kennenlerngespräch mit dir.

Lass es dir gut gehen.

Bis bald,

Thomas

Thomas Waaden rund

Weitere letzte Leaderletter findest du hier.

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